Spielerückblick 2011
Eigentlich wollte ich ja hier auf meinem Blog einen kleinen Spielerückblick über das letzte Jahr verfassen. Aber dann … kam Jan von Konsolendealz (bei denen ich seit meiner Urlaubsvertretung letztes Jahr Ehrenmitglied auf Lebenszeit bin
) mit der Bitte auf mich zu, einen Beitrag für den Polygon-Award zu verfassen.
Deswegen gehen Sie bitte alle weiter, hier gibt es jetzt nichts zu sehen. Stattdessen klicken Sie bitte jetzt HIER. Danke.
Schwarmintelligenz
… oder warum ich Twitter (auch) so liebe.
Gestern Abend kam meine Frau ins Wohnzimmer mit einer komischen Südfrucht, die sie wohl zusammen mit dem Rest der Familie beim Einkaufen erlegt hatte.
“Du hast doch so ein intelligentes Handy, frag es doch mal, was das für eine Frucht ist.” Sprach’s und überreichte mit ein komisches rosafarbenes Etwas. Eine Vermutung hatte sie zwar schon … aber das war dann mal eine Aufgabenstellung.
Apps, die anhand eines wackeligen Bildes Zuordnungen zu Flora oder Fauna machen können, gibt es zwar, mir war aber keine speziell für Südfrüchte präsent. Aber halt
(teuflisches Lachen bitte hier einfügen)
“Twitter, übernehmen Sie!”
(dramatische Musik bitte hier einfügen)
Schnell ein Foto gemacht
einen Tweet erstellt
und abgeschickt.
Es dauerte keine Minute, bis die erste Antwort eintrudelte und unsere Anfangsvermutung bestätigte. In Folge blieb es nicht bei dieser einen Antwort, direkt danach und auch später noch kamen weitere an, bei denen nur einer ein wenig daneben lag, was aber ganz sicher an meinem schlampig geknipsten Bild lag
Das ist (einer) der vielen Gründe, warum ich Twitter so liebe. Danke liebe Timeline, Ihr seid wunderbar!
(und ja … die Frucht schmeckt wie eine holländische Treibhaus-Kiwi)
I see dumb people
Gestern gab es das letzte Heimspiel meiner Alemannia in diesem Jahr auf dem Tivoli. Leider sprangen bei frostigen Temperaturen mal wieder nicht die so dringend benötigten 3 Punkte heraus, die uns fürs erste deutlicher von einem Abstiegsplatz distanziert hätten. Glücklicherweise ist aber trotzdem dann noch wenigstens ein Pünktchen auf dem Konto geblieben, das haben wir auch schon anders erlebt.
Somit gilt immer noch, dass wir seit Tochter K. (Insider ^^) ihre Liebe zur Alemannia entdeckt hat und als Maskottchen mit im Block steht, noch keine Niederlage in einem Pflichtspiel kassiert haben. Sie möchte jetzt sogar eine Dauerkarte, also kann es nicht ganz so schlimm für sie sein. Böse Zungen dürfen aber gerne behaupten: Naja, sie kennt ja auch noch keine der so seltenen besseren Spiele.
Andererseits muss ich mir ernsthaft überlegen, ob ich eine 14-jährige wirklich den potentiellen Gefahren eines Stadionbesuchs aussetzen kann. Nachdem sich die bekanntermaßen neuerdings sehr gespaltene Fanszene in Aachen nun auch räumlich getrennt hat, kam es gestern kurz vor der Halbzeit zur Klopperei im Block. Nein, nicht unser Block, aber doch in räumlich sehr naher Nachbarschaft. Trotzdem kam es im Vorfeld dieser Keilerei zu massiven Wanderungen von Fans Idioten, was auch unseren Puffer-Block zwischen den Fronten betraf.
Zu den Gründen wird derzeit reichlich im Forum und in der Presse spekuliert. Was letztendlich passiert ist, davon habe ich ein persönlich eine Meinung und ein ziemlich deutliches Bild – darauf will ich nicht weiter eingehen. Auf jeden Fall ist die Geschichte leider zum einem gewissen Teil wohl auch politisch motiviert.
Aber die Art, wie diese Vorfälle jetzt im Fan-Forum zwischen (ok, meist) erwachsenen Menschen diskutiert aufgearbeitet werden, lässt doch stark an der Intelligenz der beteiligten Lebensformen zweifeln.
Schaue ich mir die Facebook-Seite meines Vereins an ist es nicht wirklich besser. Was dort an merkbefreiten Kommentaren abgelassen wird ist schon seit langem fern jeder Fähigkeit zur deutschen Rechtschreibung und vernünftigen Verhaltens. Aber nicht nur dort. Auch auf die Verlinkung der örtlichen Zeitung (ja, auch die ist mittlerweile bei Facebook) zu dem Artikel, der die Vorkommnisse im Stadion beschreibt, entblödet sich ein – tja wie soll ich ihn nennen? – Nutzer, seine dummen Kommentare abzugeben.
Ist das die neue Kultur? Werden uns solche Menschen in der Holzpresse nur dadurch vorenthalten, weil diese scheinbar eher in der Lage sind, wenige sinnfreie und massiv beleidigende Zeilen in eine Tastatur zu kippen als diese in einen Leserbrief auf Papier zu verewigen?
Was mich zu meiner Erkenntnis drängt, die sich mir schon seit längerem aufzeigt:
Es gibt leider viel zu viele dumme, unvernünftige, a-soziale (im Wortsinne von “nicht sozial”) und aggressive Menschen auf dieser Welt.
Ich vermute, das war schon immer so … aber so richtig massiv bewusst wird es einem erst durch die neuen Medien.
Ein Stück vom Himmel
Eigentlich bin ich kein Rollenspieler. Dachte ich bisher. Ich habe mich sonst immer als “Killerspieler” bezeichnet, ein Fan der Ego-Shooter, aufgewachsen mit der grandiosen und richtungsweisenden Doom-Serie aus der id-Schmiede. Ich liebe die futuristischen Halos und die mit Adrenalin vollgepumpten Gears dieser Welt.
Zur Zeit bemerke ich ein allmähliches Aufweichen dieser Selbsteinschätzung. Da gab es die beiden rauhen Dragon Age Teile, vorher das postapokalyptische Fallout 3 und das epische Mass Effekt 2. Und plötzlich wird aus dem Zocker, der das fleissige Verteilen von Charisma-Punkten und geflissentliche Aufleveln von Charakteren bisher nur müde belächelt hat, ein (un)heimlicher RPG-Fan.
Aktueller und bisheriger Höhepunkt: Skyrim – oder auf deutsch: Himmelsrand. Womit ich schon beim einzigen Kritikpunkt dieses Spieles bin, der deutschen Übersetzung. Liebes Bethesda-Team, welcher Praktikant hat eigentlich entschieden, dass so wunderbar melodisch klingende Ortsnamen aus dem englischen Original unbedingt so hässlich eingedeutscht werden müssen?
Beispiele gefällig?
Skyrim – Himmelsrand, Solitude – Einsamkeit, Riverwood – Flusswald, Whiterun – Weißlauf.
Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Klar sind das alles korrekte Übersetzungen, die jedem Fachlehrertest standhalten aber … bin ich der einzige der das doof findet?
Davon ab ist das Spiel grandios. Es macht einen Riesenspaß, durch die immense Welt von Skyrim zu wandern. Meine Liste der Quests – die man an allen Ecken und Enden aufsammelt – ist mächtig. Wenn ich mir vornehme, jetzt mal endlich nur den einen interessanten Quest weiter zu verfolgen werde ich spätestens fünf Minuten später durch die nächste dunkle Trollhöhle oder Ansiedlung wieder komplett abgelenkt und gebe der Versuchung gerne nach, jede Ecke zu erkunden und mit vielen der NPCs zu reden. Dies hat zum Ergebnis, dass meine Aufgabenliste länger wird und immer weiter anwächst.
Ich habe mittlerweile unheimlich spannende 30 Stunden in der Welt von Skyrim verbracht und bin bei Level 20 angelangt. Trotzdem gilt noch immer. You ain’t seen nothin’ yet.
Meine gesamte Freundesliste auf der Xbox scheint nichts anderes zu spielen im Moment und ich bin vom Levelfortschritt noch eher ein kleines Kindergartenkind aus dem rauhen Norden von Skyrim. Wenn auch ein Vorschüler mit Erfahrungen im Drachenkampf
Man spricht von etwa 300h, die man mit Quests in Skyrim verbringen könnte und da sind die sicher bald einschlagenden Zusatzinhalte noch gar nicht eingerechnet.
Es gibt also noch sehr viel zu tun im Drachenland …
Back in Time …
Nicht ganz ein Jahr hat die Auszeit gedauert.
Die Älteren unter Euch werden sich erinnern: An dieser Stelle im Internet gab es schon einmal ein Blog, in dem ich von meiner Reise durch das Leben, das Universum und den ganzen Rest berichtete. Nach knapp 3 Jahren wurde es ruhiger, immer öfter gab es bezahlte Links und Werbung, aber der eigentliche Inhalt kam zu kurz. Das könnte sich jetzt ändern.
Nein, versprechen werde ich gar nichts. Außer vielleicht, dass es keine Paid Posts à la Trigami mehr geben wird. Ich schliesse nicht aus, den ein oder anderen Amazon-Link hineinzustreuen, vielleicht baue ich auch einen flattr-Button irgendwo ein …
… der Rest ist, wie so oft, Ungewissheit.
Thematisch lege ich mich nicht fest – wieso auch – aber wer mich kennt, kann sich schon ein wenig ausmalen, worum es im Einzelnen so gehen wird.
Alemannia, Zocken, der ein oder andere Rant, Filme, Lieder, Geek-Stuff, …
Den Anspruch, das Blog in englisch zu verfassen, habe ich bald wieder verworfen. Gezielt und pointiert ausdrücken kann man sich meist nur in seiner Muttersprache – viele allerdings nicht mal da
Dann warten wir mal ab, was das so kommt …
“Whatever comes our way,
whatever battle we have raging inside us,
we always have a choice.
It’s the choices that make us who we are,
and we can always choose to do what’s right.”

